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PROJEKTE
Aktuelle und bisherige
Projektförderung
Die Fondation LOOM fördert bevorzugt Projekte von lokalen Organisationen sowie von internationalen, jedoch lokal verankerten Hilfsorganisationen. Hier stellen wir Ihnen unsere bislang geförderten Projekte vor.
Institute of Social Research
and Development ISRD
Sozioökonomische Stärkung von Frauen durch Ausbildungen im Bereich Textil und Schneiderei
Schwere wirtschaftliche Instabilität und eine hohe Inflation haben dazu geführt, dass Familien im nordostindischen Bundesstaat Manipur in extreme Armut gestürzt sind. Frauen, die traditionell das Rückgrat der Gesellschaft in Manipur bilden, wurden ihrer Häuser, ihres Vermögens und ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Dieser sozioökonomische Zusammenbruch hat die Gefährdung von Frauen und Kindern verschärft und zu einem besorgniserregenden Anstieg geschlechtsspezifischer Gewalt und finanzieller Ausbeutung geführt.
Ebenso ist eine hohe Schulabbrecherquote bei jungen Mädchen zu beobachten, da deren Bildung aufgrund finanzieller Not vernachlässigt wird. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, konzentriert sich das Projekt auf die Stärkung schutzbedürftiger und vertriebener Frauen durch umfassende Berufsausbildungen in den Bereichen Schneiderei, Stickerei und Textilfärben. Durch den Aufbau nachhaltiger Beschäftigungsbeziehungen zu Produktionsbetrieben und die Überbrückung der Kluft zu Finanzinstituten fördert das Projekt die langfristige wirtschaftliche Unabhängigkeit und Selbstständigkeit der Frauen. Das Projekt unterstützt dadurch Frauen dabei, finanzielle Stabilität für ihre Haushalte zu erreichen und ermöglicht damit auch die Rückkehr ihrer Töchter in die Schule.
Helvetas
Helvetas Women Empowerment Fonds
Frauen und Mädchen tragen das grösste Potenzial für nachhaltige Veränderungen in ihren Gemeinschaften, sind weltweit jedoch am stärksten von Armut und Ungerechtigkeit betroffen. Der Helvetas Women Empowerment Fonds setzt hier an und unterstützt rund 50 Initiativen, die einen besonders starken Schwerpunkt auf die Stärkung der Gleichstellung der Geschlechter legen.
Mithilfe eines systematischen Bewertungssystems, dem Gender-Social-Equity-Marker, wählt Helvetas gezielt Initiativen aus, die benachteiligte Strukturen nachhaltig aufbrechen und Frauen zu aktiven Mitgestalterinnen des Wandels machen.
SOLIDAR SUISSE
Mehr Lohn in Kleiderfabriken
Zahlreiche internationale Textilhersteller lassen ihre Produkte in Kambodscha herstellen – wo die Arbeitsbedingungen schlecht und die Löhne tief sind. Solidar Suisse setzt sich deshalb zusammen mit lokalen Partner*innen für bessere Arbeitsbedingungen und die Durchsetzung der Rechte von Arbeiter*innen in Kleiderfabriken ein.
Ziel des Projekts ist, die Verhandlungsfähigkeit von Arbeiter*innen gegenüber den Arbeitgebern zu stärken. Deshalb werden sie unter anderem für die Benutzung des Tools „Better Factories Cambodia“ geschult. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, in der Fakten und Zahlen zu den Zuständen in den Textilfabriken erfasst und gesammelt werden. Der Zugang zu diesen Daten erlaubt es den Arbeiter*innen, gegenüber den Arbeitgebern faktenbasiert zu argumentieren, um bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Des Weiteren werden Gewerkschaftsvertrer*innen, insbesondere auch Frauen, geschult, um die Interessen der Beschäftigten in Verhandlungen wirksam zu vertreten.
Ein Gewerkschaftsmitglied, das in einer Schuhfabrik in Kambodscha arbeitet, sagt:
«Früher traute ich mich nicht, meine Meinung zu äussern. Ich hätte es niemals gewagt, gegenüber dem Fabrik-Management die schlechten Arbeitsbedingungen anzusprechen. Ich habe an vielen Schulungen teilgenommen: zum Arbeitsrecht, Frauen-Leadership, sozialem Dialog und Verhandlungen. Diese haben mir das Selbstvertrauen gegeben, um mit dem Arbeitgeber zu verhandeln und mein Können mit weiteren Gewerkschaftsmitgliedern zu teilen.»
Dieses Projekt hat einen Beitrag zur Erreichung wichtiger Resultate geleistet, wie die Erhöhung des Mindestlohns auf 204 Dollar pro Monat und einen besseren Zugang zu Sozialleistungen für Arbeiter*innen.
TAI BAAN
Ausbildung von Herstellergemeinschaften
TaiBaan ist ein soziales Fair-Trade-Unternehmen, das mit traditionellen Handwerkern zusammenarbeitet, um das laotische Dorfhandwerk zu erhalten und zu fördern, Beschäftigungsmöglichkeiten für die Dorfbewohner – meist Frauen – zu schaffen und die Armut zu verringern. TaiBaan arbeitet sowohl an der Verbesserung der Produktion als auch an der Vermarktung der multiethnischen laotischen Handwerkstraditionen, indem es seine Produktpalette erweitert, die Produktqualität verbessert und die in- und ausländischen Märkte im Namen der ländlichen Handwerksgruppen sichert.
TaiBaan ist Mitglied der World Fair Trade Organization und hält sich strikt an die internationalen Grundsätze des fairen Handels, um sicherzustellen, dass die Kunsthandwerker einen fairen Preis für ihre Produkte erhalten und alle Vorteile der gesamten Gemeinschaft zugute kommen. Bis heute arbeitet TaiBaan mit etwa 15 dörflichen Handwerksgruppen mit mehr als 250 Produzentinnen in zehn Provinzen in Laos zusammen.
TAEC
Ausbildungsprogramm für textile Handwerkskunst
Das Traditional Arts and Ethnology Centre ( TAEC ) ist ein Sozialunternehmen, das 2006 gegründet wurde, um die kulturelle Vielfalt von Laos zu würdigen und eine nachhaltige Lebensgrundlage für ländliche ethnische Gemeinschaften zu fördern. Derzeit arbeitet TAEC mit über 600 Kunsthandwerkerinnen in 13 Provinzen zusammen, um textiles Handwerk auf der Grundlage traditioneller Fertigkeiten herzustellen. Das Kunsthandwerk wird in den beiden Läden von TAEC in Luang Prabang sowie in seinem Online-Shop verkauft. TAEC bietet Schulungen und zinslose Kredite für seine Produzentinnen an, und 50 % der Einnahmen aus den Geschäften fließen direkt an die Kunsthandwerkerinnen zurück.
Die zweiwöchige Ausbildung besteht aus Anfertigung von Prototypen Erstellen einer Farb- und Materialtabelle Preiskalkulation Nachbereitung der Schulung 3–6 Monate später
Fundación Avanzar
Ausbildungsprogramm für unternehmerisch denkende Frauen
Frauen aus einkommensschwachen Verhältnissen erhalten eine praxisorientierte Ausbildung in Schneiderei, Design und textilem Unternehmertum. Neben technischen Fertigkeiten werden auch betriebswirtschaftliche Grundlagen und unternehmerisches Denken vermittelt. Ein besonderer Höhepunkt ist der Gabardinen-Wettbewerb, bei dem die Teilnehmerinnen ihre selbst entworfenen und gefertigten Modelle präsentieren können.
Die drei besten Modelle werden mit einem Startkapital ausgezeichnet, um die Weiterentwicklung ihrer Unternehmen zu unterstützen. Das Programm wird in Zusammenarbeit der Universidad del Azuay umgesetzt und eröffnet den Teilnehmerinnen neue Perspektiven für ein eigenes Einkommen, mehr Selbstvertrauen und grössere wirtschaftliche Unabhängigkeit. sind Frauen.